Trassenauskunft Telekom:
ein Strich im Plan,
ein Bündel im Graben.

Die Trassenauskunft Telekom holen wir für Sie ein. Wie Sie die Pläne einholen, was darin steht und was nicht. Und was Sie zusätzlich brauchen, weil unter Ihrer Straße mehr liegt als das Netz eines Anbieters.

Projektgebiet einzeichnen
Trassenauskunft Telekom: Glasfaserbau mit Trassenskizze
Einstrichdarstellung · Trassenauskunft Kabel Gültig 4 Wochen
Februar 2023, Frankfurt am Main

Ein Bagger, vier Kabel, 230 gestrichene Flüge.

Bei Bauarbeiten an einer Bahnstrecke durchtrennte ein Bagger vier Glasfaserstränge mit mehreren hundert Fasern. Die IT der Lufthansa fiel konzernweit aus, rund zweihundertdreißig Flüge wurden gestrichen, Passagiere strandeten weltweit.
Zehntausende Haushalte und mehr als hundert Unternehmen verloren Telefon und Internet. Fachleute schätzten den Gesamtschaden auf zehn bis zwanzig Millionen Euro.
Lehrreicher als die Schadenssumme: Die Reparatur dauerte länger als nötig, weil nach dem Aushub weitergearbeitet und bereits Beton gegossen worden war. Statt einer punktuellen Reparatur musste großflächig freigelegt und ein Ersatzkabel verlegt werden.
56 %
der Leitungsschäden entfallen auf Telekommunikation
VHV Allgemeine, 2023
230
gestrichene Flüge nach einem einzigen Baggerbiss
10–20 Mio.
Euro geschätzter Gesamtschaden
Gefährlich wird es selten. Teuer wird es oft.
Der Schaden entsteht nicht im Graben, sondern bei denen, die an der Leitung hängen.
Zugang
Zugang

Wie Sie an die Trassenauskunft Telekom kommen.

kostenfrei
Die Nutzung des Portals Trassenauskunft Kabel ist nach der Nutzungsvereinbarung kostenfrei — der Aufwand liegt im Einrichten
Quelle: Telekom, Nutzungsvereinbarung Trassenauskunft Kabel

Die Telekom erteilt ihre Auskunft über ein eigenes Portal.

Gewerbliche Nutzer registrieren sich einmal und lassen die Datenbankbereiche freischalten, die sie benötigen. Danach können sie ohne Limitierung abfragen. Privatpersonen kommen über einen Gastzugang hinein und erhalten höchstens fünf Auskünfte im Jahr.

Gewerblich
Registrierung, Freischaltung — danach ohne Limitierung
Privat
Gastzugang, höchstens fünf Auskünfte im Jahr
Wer den Bereich zu knapp wählt, erhält einen Plan, der an der Baufeldgrenze endet. Die Prüfung, ob alle erforderlichen Planbereiche vorliegen, weist die Nutzungsvereinbarung ausdrücklich dem Anfragenden zu.
Was Sie hier von uns bekommen

Sie grenzen Ihr Projektgebiet auf der Karte ab. Wir fragen den Bestand für diese Fläche ab — mit dem Zuschlag, der verhindert, dass die Unterlage an der Baufeldgrenze aufhört.

Sie brauchen dafür keine Registrierung, keine freigeschalteten Datenbankbereiche und keine eigene Zuständigkeit für die Vollständigkeitsprüfung. Was zurückkommt, liegt zugeordnet und mit Datum in Ihrem Projektordner.

Format
Format

In welcher Form die Unterlage kommt.

nur PDF
Plankarte und Aufgrabungsanzeige. Ein PDF lässt sich hinterlegen, aber nicht abfragen, nicht abgreifen und nicht mit anderen Beständen verrechnen
Quellen: Telekom, Trassenauskunft Kabel · Gauß-Krüger, System Germany Bessel · amtliche Vermessung: ETRS89 / UTM
Maßstab der Ausgabe
1:500
Trasse eingezeichnet
A4 / A3 · Standardausgabe
10025050010002000500025000

Hinzu kommt das Bezugssystem.

Die Koordinaten werden in Gauß-Krüger geführt, im System Germany Bessel. Die amtliche Vermessung in Deutschland arbeitet inzwischen mit ETRS89 und UTM-Abbildung. Wer beide Bestände übereinanderlegt, hat es mit zwei Systemen zu tun, zwischen denen es keine eindeutige Umrechnung gibt.

Auskunft
Gauß-Krüger, Germany Bessel
Amtliche Vermessung
ETRS89 mit UTM-Abbildung
Datengrundlage
digitalisierte Rasterpläne, reale Koordinaten können abweichen
Was Sie hier von uns bekommen

Die Trassenauskunft Telekom bleibt als Original unangetastet in Ihrem Projektordner — die Unterlage, die im Zweifel zählt.

Für die Arbeit damit übernehmen wir den Zwischenschritt. Wir passen die Plankarte lagerichtig ein und überführen die Trasse in Vektordaten, gemeinsam mit den Beständen der übrigen Betreiber aus der Leitungsauskunft, in einem Koordinatensystem und einem Maßstab. Wo die Ausgangsdaten unscharf sind, halten wir das fest, statt eine Genauigkeit vorzuspiegeln, die der Rasterplan nicht hergibt.

Aussagekraft
Aussagekraft

Was der Plan zeigt und was nicht.

10 cm
über der eingezeichneten Linie endet das spitze Werkzeug — und dasselbe gilt in fünfzig Zentimeter Breite zu beiden Seiten
Quellen: Kabelschutzanweisung der Telekom · DIN 18220 (Trenching), August 2023
Darstellung im Plan
Ein Strich, schwarz-weiß, keine Spartenfarbe

Abstand über der eingezeichneten Linie 30 cm
GELÄNDE
Spitzes Werkzeug zulässig
50 cm zu beiden Seiten
60 cm10 cm0

Auch die Tiefe lässt sich aus dem Plan nicht ableiten.

Die Kabelschutzanweisung nennt für die Grabensohle gewöhnlich sechzig Zentimeter, im Einzelfall vierzig, mitunter bis hundert. Im Trenchingverfahren beginnt sie bereits bei zwanzig Zentimetern. Für dieses Verfahren gibt es seit August 2023 mit der DIN 18220 erstmals eine Norm — bestehende Trassen liegen deshalb nicht automatisch nach ihr.

gewöhnlich 60 cm im Einzelfall 40 cm mitunter bis 100 cm Trenching ab 20 cm
Was Sie hier von uns bekommen

Wir liefern die Kabelschutzanweisung mit der Auskunft aus, statt sie als bekannt vorauszusetzen.

Die Arbeitsregeln stehen damit dort, wo die Trasse steht, und nicht in einem Ordner, den vor Ort niemand aufschlägt. Im zusammengeführten Plan wählen Sie eine Trasse aus und sehen, von welchem Anbieter sie stammt, aus welcher Auskunft sie kommt, mit welchem Stand, und welche Arbeitsregeln für sie gelten. Was der Plan nicht hergibt, etwa die tatsächliche Belegung hinter dem einen Strich, ist als solches gekennzeichnet. Eine Angabe zu erfinden, die keine Quelle deckt, wäre an dieser Stelle der gefährlichere Fehler.

Gültigkeit
Gültigkeit

Wie lange die Trassenauskunft Telekom gilt.

4 Wochen
ab Erzeugungsdatum. Danach dürfen die Planunterlagen nicht mehr verwendet werden
Quellen: Telekom, Nutzungsvereinbarung (Gültigkeit, Haftung) · Telekom, Netzangaben 2025
Tage seit Erzeugungsdatum
12 Tage
0285670

Dass die Frist so kurz ist, hat einen sachlichen Grund.

Das Glasfasernetz der Telekom umfasst inzwischen 860.000 Kilometer, und es wächst weiter. Nach eigenen Angaben gingen 2025 werktäglich fast zehntausend neue Anschlüsse ans Netz. Ein Bestand, der sich in diesem Tempo verändert, veraltet als Plan entsprechend schnell.

860.000 km
Glasfasernetz der Telekom
≈ 10.000
neue Anschlüsse werktäglich, 2025
außer Vorsatz
und grober Fahrlässigkeit sind Ansprüche ausgeschlossen — wer mit abgelaufener Unterlage arbeitet, steht allein
Was Sie hier von uns bekommen

Wir führen die Gültigkeit je Betreiber mit, nicht als ein Datum für das Vorhaben.

Sie sehen für jede Auskunft, wann sie erzeugt wurde und wann sie abläuft. Verschiebt sich der Baubeginn, ist die Frage nicht mehr, welche der Unterlagen noch gilt, sondern nur noch, welche nachzufordern ist. Das Nachfordern übernehmen wir.

Ergebnis

Vier Fragen, eine Oberfläche: der Gesamttrassenplan.

Neben der Telekom liegen im selben Graben regelmäßig weitere Anbieter, die eigene Trassen gebaut haben. Dazu Strom, Gas, Trinkwasser und Abwasser, je nach Lage Fernwärme, Straßenbeleuchtung oder Signalanlagen.
Eine Auskunft der Telekom ist damit eine von mehreren. Jede weitere kommt in ihrem eigenen Format, in ihrem eigenen Maßstab, mit ihrer eigenen Frist und ihren eigenen Arbeitsregeln.
Sie sortieren nicht mehr. Statt zu prüfen, welches PDF das aktuelle ist, tippen Sie die Trasse an, vor der Sie stehen.
Trassenauskunft Telekom im zusammengeführten Plan mit auswählbaren Trassen
Trasse antippen
Ausgewählte Trasse

Telekommunikationslinie, Telekom

Ein Format schreiben wir nicht vor: ausgegeben wird, womit Ihre Leute arbeiten — vom Tablet im Graben bis zur Maschinensteuerung.

Jede Sparte auf ihrer Ebene

Jede Trasse lagerichtig eingepasst, und was der Betreiber zu ihr mitgeteilt hat, bleibt an dieser Trasse hängen.

Grenzen bleiben sichtbar

Wo der Einstrich an seine Grenze kommt, ein Rasterplan die Lage nur annähert oder zwei Auskünfte sich widersprechen, glätten wir nicht. Das sind die Stellen, an denen vor dem Aushub geortet gehört.

Was das Planwerk nicht kann

Es macht ungenaue Ausgangsdaten nicht genau, und es macht die Ortung nicht überflüssig. Es sagt Ihnen, wo Sie mit etwas rechnen müssen.

So kommen Sie zur Trassenauskunft Telekom.

Ohne Portalzugänge · ohne Registrierungen
01

Projektgebiet abgrenzen

Fläche auf der Karte einzeichnen oder eine Datei hochladen.

02

Umfang wählen

Nur Telekommunikation, oder gleich jede Sparte, die Ihr Baufeld berührt.

03

Absenden

Name und E-Mail genügen. Ab hier liegt die Arbeit bei uns.

04

Auskünfte erhalten

Wir fragen an, fassen nach und führen die Fristen mit. Den Stand sehen Sie jederzeit, ohne nachzuhaken.

Sie benötigen keinen eigenen Speicherplatz. Ohne abweichende Absprache planen Sie mit rund zwei Wochen.

Sie haben Fragen?

Die Nutzung des Portals ist nach der Nutzungsvereinbarung kostenfrei. Aufwand entsteht bei der Registrierung, der Freischaltung der Datenbankbereiche und beim Zusammenführen mit den Auskünften der übrigen Betreiber.

Ausschließlich als PDF, bestehend aus Plankarte und Aufgrabungsanzeige. Vektorformate wie DXF oder Shape werden nicht ausgegeben.

Vier Wochen ab dem Erzeugungsdatum. Verschiebt sich der Baubeginn, ist neu abzufragen.

Nein. Sie deckt ausschließlich die Anlagen der Telekom ab. Für die Trassen anderer Anbieter braucht es eigene Anfragen bei den jeweiligen Unternehmen. Für Netzbetreiber, die ihre Schutzanweisungen bündeln und Bauanfragen strukturiert beantworten wollen, gibt es dafür Trassenschutz.

Das lässt sich aus dem Plan nicht ableiten. Die Kabelschutzanweisung nennt für die Grabensohle gewöhnlich sechzig Zentimeter, im Einzelfall vierzig, mitunter bis hundert. Im Trenchingverfahren beginnt sie bereits bei zwanzig Zentimetern.

Telekommunikationslinien werden als Einstrichdarstellung gezeigt. Der tatsächliche Anlagenumfang ergibt sich aus der Querschnittsdarstellung. Hinter einer Linie kann ein Bündel aus mehreren Strängen liegen.

Das lässt sich aus dem Plan nicht ableiten. Die Kabelschutzanweisung nennt für die Grabensohle gewöhnlich sechzig Zentimeter, im Einzelfall vierzig, mitunter bis hundert. Im Trenchingverfahren beginnt sie bereits bei zwanzig Zentimetern.
Ja, über einen Gastzugang, begrenzt auf höchstens fünf Auskünfte im Jahr. Gewerbliche Nutzer registrieren sich und fragen danach ohne Limitierung ab.