Transparente architektonische Drahtgitter-Struktur, die einem Eckgebäude ähnelt, mit sichtbaren Treppen, Stockwerken und zwei weißen Blöcken unten links, alles vor einem schlichten weißen Hintergrund – ein innovatives Design, wie es häufig in führenden Ingenieurbüros entworfen wird. Aus solchen Modellen stammen die Formate für einen Leitungsplan.

PDF, DXF, Shapefile, Gauß-Krüger: Formate und Bezugssysteme

Welche Formate ein Leitungsplan haben kann, und warum.

Welche Formate ein Leitungsplan haben kann, und warum.

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Zwischen der Antwort eines Netzbetreibers und der Software, mit der gearbeitet wird, liegt oft ein Formatwechsel. Dieser Beitrag erklärt, welche Formate ein Leitungsplan haben kann, was sie leisten, wo sie an ihre Grenze kommen und warum zwei Bezugssysteme nebeneinander bestehen. Welche Formate ein Leitungsplan mitbringen muss, damit sich damit weiterarbeiten lässt, zeigt der Gesamttrassenplan, und was eine Auskunft am Ende kostet, steht im Beitrag Ist die Leitungsauskunft kostenlos.

PDF als Auskunftsformat

Das PDF ist das verbreitetste Ausgabeformat der Leitungsauskunft und zugleich das am wenigsten weiterverarbeitbare. Es lässt sich unter eine Zeichnung legen, aber nicht durchsuchen, nicht übernehmen und nicht mit anderen Beständen verschneiden. Woran man es erkennt: Ein Anbieter formuliert den Ausschluss ausdrücklich: „Die Ausgabe der Planunterlagen in anderen Formaten, zum Beispiel DWG, DXF, SHP, ist zur Zeit nicht möglich.“

Grundlage: FAQ eines bundesweiten Telekommunikationsanbieters. Stand September 2026.

DWG und DXF

DWG und DXF sind Zeichnungsformate für CAD-Anwendungen. DWG ist das native Format einer verbreiteten CAD-Software, DXF das für den Austausch gedachte offene Gegenstück. Beide transportieren Geometrie und Layer, aber keine vollwertige Sachdatenstruktur. Woran man es erkennt: Wer im CAD weiterzeichnet, will DWG oder DXF, wer räumlich auswerten will, ist mit einem GIS-Format besser bedient.

Grundlage: Formatvergleich der gebräuchlichen Ausgabeformate. Stand September 2026.

SHP und GPKG

SHP und GPKG sind Formate für geografische Informationssysteme. Das Shapefile ist der ältere Standard und besteht aus mehreren Einzeldateien, die zusammengehören. GeoPackage fasst alles in einer einzigen Datei zusammen und kennt die Beschränkungen des Shapefiles nicht, etwa bei Feldnamenlänge und Dateigröße. Woran man es erkennt: Kommt ein Shapefile als ZIP mit mehreren gleichnamigen Dateien, ist das kein Fehler, sondern Bauart.

Grundlage: Formatvergleich der gebräuchlichen Ausgabeformate. Stand September 2026.

Gauß-Krüger

Gauß-Krüger ist ein älteres deutsches Koordinatensystem mit Rechts- und Hochwert in Metern. Es ist in der amtlichen Vermessung durch ETRS89 mit UTM-Abbildung abgelöst, wird aber in einzelnen großen Planwerken bis heute geführt. Woran man es erkennt: siebenstellige Rechts- und Hochwerte. Wer zwei Bestände in verschiedenen Systemen überlagert, hat es mit zwei Rahmen zu tun, zwischen denen keine verlustfreie Umrechnung existiert.

Grundlage: TAK-Info der Telekom und amtliche Vermessung. Stand September 2026.

ETRS89 und UTM

ETRS89 ist das europäische Bezugssystem der amtlichen Vermessung in Deutschland, UTM die zugehörige Abbildung in die Ebene. Zusammen bilden sie den heutigen amtlichen Standard. Nicht gemeint ist damit, dass jede Auskunft in diesem System kommt. Woran man es erkennt: Amtliche Grundkarten und Katasterauszüge liegen in ETRS89 mit UTM, Betreiberplanwerke nicht zwingend.

Grundlage: amtliche Vermessung der Länder. Stand September 2026.

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