Ein Baustellenfahrzeug fräst die Straße auf, Gegenstand einer Aufbruchgenehmigung.

Aufbruchgenehmigung, Trassenzustimmung, Laufschein: die Genehmigungsseite

Begriffe der Aufbruchgenehmigung: Auskunft ist keine Erlaubnis.

Begriffe der Aufbruchgenehmigung: Auskunft ist keine Erlaubnis.

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Neben der Auskunft läuft das Genehmigungsverfahren, mit eigenen Dokumenten, eigenen Fristen und eigenen Zuständigkeiten. Dieser Beitrag erklärt die Begriffe rund um die Aufbruchgenehmigung, die dort auftauchen, und trennt sie von denen der Auskunft. Wer die Genehmigungsseite und die Begriffe der Aufbruchgenehmigung kennt, plant seine Fristen realistischer: Welche Darstellung eine Kommune verlangt, steht in der Zeichenvorschrift, und wie die Auskunft davor abläuft, zeigt der Beitrag Ablauf und Fallstricke der Auskunft.

Aufbruchgenehmigung

Die Aufbruchgenehmigung erlaubt das Öffnen einer öffentlichen Verkehrsfläche für eine bestimmte Maßnahme. Sie ist etwas anderes als die Leitungsauskunft: Die Auskunft sagt, was liegt, die Genehmigung gestattet den Eingriff. Woran man es erkennt: Sie ist befristet. In Frankfurt am Main läuft sie nach drei Monaten aus, verlängern lässt sie sich nicht, und nach Fristablauf beginnt das Antragsverfahren mitsamt Planunterlagen von vorn.

Grundlage: Amt für Straßenbau und Erschließung, Stadt Frankfurt am Main. Stand September 2026.

Verkehrsrechtliche Anordnung

Die verkehrsrechtliche Anordnung regelt die Absicherung einer Arbeitsstelle im öffentlichen Verkehrsraum und wird vom Straßenverkehrsamt erteilt. Sie ersetzt die Aufbruchgenehmigung nicht, sondern kommt hinzu. Woran man es erkennt: Sobald auf Fahrbahn, Gehweg oder Radweg gearbeitet wird, ist sie erforderlich, in Frankfurt am Main mit einem Vorlauf von mindestens vier Wochen.

Grundlage: Stadt Frankfurt am Main, Verfahren beim Amt für Straßenbau und Erschließung. Stand September 2026.

Trassenzustimmung

Die Trassenzustimmung betrifft Telekommunikationslinien im öffentlichen Raum. Beantragen kann sie, wer das Wegerecht hat, oder ein von ihm bevollmächtigter Dritter. Sie ist von der Aufbruchgenehmigung zu unterscheiden, die den einzelnen Punktaufbruch abdeckt. Woran man es erkennt: Eine neu zu bauende Trasse im öffentlichen Raum braucht das kombinierte Antragsformular, eine einzelne Baugrube nur das für den Aufbruch.

Grundlage: Stadt Frankfurt am Main sowie Telekommunikationsgesetz. Stand September 2026.

Zeichenvorschrift

Eine Zeichenvorschrift legt fest, wie ein Plan aussehen muss, der bei einer Behörde eingereicht wird, also Layerstruktur, Bezeichnungen und Plotausgabe. Nicht gemeint ist damit eine bundesweite Regel: Sie gilt jeweils für die Stadt, die sie erlassen hat. Woran man es erkennt: Die Rückläufe der Versorgungsträger erfüllen sie so gut wie nie, weil dort jede Auskunft ihr eigenes Format, ihren eigenen Maßstab und ihre eigene Layerlogik mitbringt.

Grundlage: Zeichenvorschrift der Stadt Frankfurt am Main, gültig seit 2004. Stand September 2026.

Laufschein

Der Laufschein ist ein von der Kommune ausgegebenes Dokument, das aufführt, welche Ver- und Entsorgungsträger für ein Vorhaben anzufragen sind. Er benennt die Anfragen, er ersetzt sie nicht. Woran man es erkennt: In Frankfurt am Main gibt ihn allein das Amt aus, samt Anschrift und Telefonnummer je Träger.

Grundlage: Amt für Straßenbau und Erschließung, Stadt Frankfurt am Main. Stand September 2026.

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